Stehpaddeln – der neue Trend?

Schaut man den Menschen zu, die SUPen (=Stand-Up-Paddle – Stehpaddeln – betreiben), dann gibt es ganz automatisch Assoziationen zu Bildern von karibischen Fischer, aber auch die venezianischen Gondoliere fallen einem ein. Alle verbindet, dass sie sich im Stehen auf dem Wasser mittels eines Paddels (oder Stocks) fortbewegen.

Stehpaddeln ist neben seinen Ursprüngen in Taihiti und Hawaii vor allem in Kalifornien, Australien und Japan beliebt und wird dort seit langem betrieben. Den Weg nach Europa fand SUP erst vor nicht allzu langer Zeit und ist hierzulande als Freizeitsport noch nicht der breiten Masse bekannt. Allerdings gibt es seit kurzem auch hier nationale und internationale Wettkämpfe, so dass mit einer weiteren Verbreitung zu rechnen ist.

Für das Stehpaddeln benötigt der Wassersportler eine SUP-Board, welches speziell für das Stehpaddeln geformt ist. Um den Verlust des Boards zu vermeiden, wird ein Boardlesh angebracht. Surfern dürfte das Band vertraut sein, es verbindet das Board mit dem Knöchel des Sportlers. Ein entsprechendes Paddel darf natürlich nicht fehlen, in Länge und Blattgestaltung an das SUPen angepasst ist.

Darüber hinaus benötigt der Neu-Stehpaddler aber vor allem eines: ein gutes Körpergefühl. Koordinationsfähigkeit und Beweglichkeit sollten bei dieser Sportart ausgeprägt sein, denn sie werden sehr beansprucht. Selbstverständlich werden bei dieser Form des Sports durch das wechselseitige Paddeln die Oberarme, ja der gesamte Oberkörper in Anspruch genommen. Auch der Trainingseffekt für die Beine ist nicht zu unterschätzen, da mit diesen die Wellen- und Boardbewegungen und Schwankungen ausgeglichen werden müssen. Wie schnell man diese neue Trendsportart erlernt, ist sicher abhängig von den eigenen sportlichen Vorerfahrungen: als Surfer wird man es sicher leichter haben als derjenige, der noch nie auf einem Brett gestanden hat. Ist das Stehpaddeln aber einmal erlernt, macht es ungeheuer viel Spaß, trainiert den Körper und führt den Sportler an unbekannte Plätze, Orte, Flussseitenarme. Denn gerade das Flusssurfen mit dem Stand Up Paddle Board wird immer beliebter.